Getragen von der Eigenständigkeit!

Weingut Hiden

„Getragen von der Eigenständigkeit der weststeirischen Weinbauregion wurden bei uns in den vergangenen Jahrzehnten jene Fundamente gefestigt, auf die wir heute solide bauen können“, so Franz Hiden, der gemeinsam mit seiner Gattin Maria und den beiden Söhnen Stephan und Peter das Weingut Höllerhansl betreibt. Die Geschichte seines Hauses reicht bis ins Jahr 1820 zurück und bezieht sich auf den damaligen Besitzer Johann Höller – durch ihn entstand der Vulgoname.

Unsere Geschichte und Philosophie

Seit Generationen dem Wein verbunden

Das Weingut Hiden wird als gemischter landwirtschaftlicher Familienbetrieb geführt – die ganz große Leidenschaft gilt jedoch seit jeher dem Schilcher. Neben charaktervollen Schilchern entstehen am Hochgrail auch steirische Weißweine sowie ein Blauer Zweigelt mit besonderem Ausdruck.

Bereits Anfang der 1980er-Jahre besuchte Franz Hiden die Weinbaufachschule Silberberg, die als Kaderschmiede des steirischen Weinbaus gilt. Dort vertiefte sich seine Begeisterung für den Weinbau, die ihn bis heute prägt. 1986 absolvierte er erfolgreich die Meisterprüfung zum Weinbau- und Kellermeister.

Mit viel Beharrlichkeit, Erfahrung und Hingabe entwickelte sich das Weingut stetig weiter. Die ausgezeichnete Qualität der Weine brachte nicht nur Anerkennung, sondern auch eine ständig wachsende Nachfrage nach den vinologischen Spezialitäten vom Höllerhansl.

1994 eröffneten Franz und Maria Hiden ihren Buschenschank, der seither zahlreiche Genießer und Weinliebhaber ins Schilcherland führt. Wer regionale Kulinarik, herzliche Gastfreundschaft und entspannte Stunden inmitten der Weingärten sucht, ist am Hochgrail genau richtig.

Unsere Familie

Drei Generationen am Hochgrail

Franz Hiden, Jahrgang 1963, besuchte die Landwirtschaftliche Fachschule Stainz sowie die renommierte Weinbauschule Silberberg. Anschließend absolvierte er die Ausbildung zum Weinbau- und Kellermeister. Mit jahrzehntelanger Erfahrung, großem Fachwissen und viel Leidenschaft widmet er sich dem Weingarten und dem Weinkeller und prägt maßgeblich die Qualität und den Charakter der Weine.

Maria Hiden, Jahrgang 1969, absolvierte die Landwirtschaftliche Haushaltungsschule in Wieselsdorf. Mit viel Herz, Gastfreundschaft und Organisationstalent führt sie den Buschenschank und sorgt dafür, dass sich die Gäste am Hochgrail rundum wohlfühlen.

Stephan Hiden, geboren 1991, besuchte ebenfalls die renommierte Weinbauschule Silberberg und sammelte wertvolle internationale Erfahrungen auf Weingütern in Neuseeland und Südafrika. Im Jahr 2017 schloss er die Ausbildung zum Weinbau- und Kellermeister erfolgreich ab. Gemeinsam mit seinem Vater und Bruder ist er heute für die Arbeiten im Weingarten und im Keller verantwortlich und verbindet traditionelle Werte mit modernen Erkenntnissen. Seine Frau Kerstin unterstützt den Familienbetrieb mit großem Engagement im Hintergrund. Während sie sich liebevoll um die gemeinsamen Kinder kümmert, übernimmt sie zahlreiche Aufgaben, bei denen sich Familie und Betrieb miteinander verbinden lassen, und trägt so wesentlich zum täglichen Gelingen des Familienbetriebs bei.

Peter Hiden, Jahrgang 1993, absolvierte die Weinbauschule Klosterneuburg. Heute ist er als Versuchstechniker an der Landesversuchsanstalt für Wein- und Obstbau Haidegg tätig. Sein fundiertes Fachwissen aus Forschung und Praxis bringt er laufend in den Familienbetrieb ein und unterstützt so die kontinuierliche Weiterentwicklung des Weinbaus.

Klima und Boden

Mineralik, Höhenlage und steirisches Klima

Unsere Weingärten sind geprägt von einer einzigartigen Landschaft und einer jahrmillionenalten Bodenstruktur. Die verschiedenen Gesteinsschichten entstanden vor mehr als 10 Millionen Jahren und verleihen unseren Weinen ihre besondere Mineralik und Finesse. Schiefer und Gneis bilden dabei die Grundlage für charakterstarke Weine mit feinem Ausdruck.

Die Wurzeln der Rebstöcke dringen tief in den Boden ein und holen sich dort wertvolle Mineralien und Nährstoffe. Gleichzeitig prägt das Klima der Koralpe unsere Weingärten auf besondere Weise: strenge Winter, intensive Niederschläge und heiße Sommertage fordern die Reben Jahr für Jahr aufs Neue.

Das Wertvollste, das uns die Koralpe schenkt, sind jedoch die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht während der Reifezeit im September und Oktober. Genau diese kühlen Nächte und warmen Tage sorgen für intensive Aromatik, feine Fruchtstrukturen und die besondere Eleganz unserer Weine.

Das Weingut liegt auf rund 440 Metern Seehöhe. Unsere Weingärten befinden sich in den Lagen Hochgrail und Greisdorf – mitten im Herzen des Schilcherlands.

Ried

Hochgrail

Die Ried Hochgrail befindet sich nordwestlich von Stainz, südwestlich der Weinbaugemeinde St. Stefan ob Stainz auf den Gebieten mehrerer Katastralgemeinden. Sie erstreckt sich von Westen nach Osten entlang eines Hangrückens, auf dessen Scheitel sich eine Gemeindestraße befindet. Von dort aus fallen die Flanken der Ried nach Nord und Süd ab, wobei die Weingärten vorrangig nach Süden und Südosten ausgerichtet sind. Blauer Wildbacher nimmt etwa zwei Drittel der Anbaufläche ein.

Die Hangneigung der Flächen ist recht unterschiedlich und mit bis zu 70 % teilweise sehr steil, wodurch sich ein enormer Höhenunterschied innerhalb der Ried von knapp 180 Höhenmetern ergibt. Stete Luftzirkulation beugt Fäulnis und Pilzkrankheiten effektiv vor. Die Reben wurzeln hier in verwitternden Festgesteinen des Koralm-Kristallins, aufgebaut aus Augen- und Plattengneisen sowie Gneisglimmerschiefern.

Die Böden sind kalkfreier Rigolboden bzw. kalkfreie Felsbraunerde aus kristallinen Schiefern. Die Standorte sind karg, trocken bis mäßig trocken, hoch durchlässig und von mäßiger Speicherkraft. Die Bodenart ist lehmiger Sand oder sandiger Schluff mit mäßigem bis hohem Grobanteil. Frühe urkundliche Erwähnungen des Namens Hochgrail findet man in diversen Variationen, Greylle im Jahre 1265, Greil im Jahr 1310 und Greil pei Stentz 1373. In der Josephinischen Landesaufnahme aus den Jahren 1784/85 ist im Zentrum der heutigen Ried die Bezeichnung Hoch Grail verzeichnet.

Im Franziszeischen Kataster aus dem Jahr 1823 findet man neben der heutigen Bezeichnung auf der heutigen Fläche der Riede auch die Bezeichnungen Niedergrail, Edla, Klingerhansl und Ölschuster.

Mehr zur Riede (riedenkarten.at)

Unsere Weingärten & der Weinkeller

Handwerk, Präzision und Leidenschaft

Die Grundlage unserer Weine entsteht im Weingarten. Rund die Hälfte unserer Rebflächen besteht aus jungen Weingärten, die bereits mit Hagelnetzen ausgestattet sind und damit zusätzliche Ertragssicherheit bieten. Bei der Anlage neuer Weingärten legen wir größten Wert auf Präzision, Qualität und nachhaltige Bewirtschaftung – schließlich begleiten uns diese Reben über viele Jahrzehnte hinweg.

Gesunde, reife und von Hand gelesene Trauben bilden die Basis für charaktervolle Weine mit Herkunft. Im Keller verbinden wir schonende Verarbeitung, moderne Kellertechnik und das Know-how zweier Generationen mit traditionellen Methoden und der Offenheit für Neues. So entstehen Weine mit Persönlichkeit, Ausdruck und jener besonderen Handschrift, die jeden Schluck zu einem genussvollen Erlebnis macht.